Uraufführung: Sa. 14.1.17
Großes Haus

Crusades

Große Oper von Ludger Vollmer

14+

»Oper über die Spätfolgen der Kreuzzüge« nennt Ludger Vollmer sein neues Musiktheater-Werk, das das Theater Freiburg bei ihm und der Librettistin Tina Hartmann in Auftrag gegeben hat. Jerusalem als der Jahrtausende alte religiöse Konfliktherd der monotheistischen Religionen sowie die Historie der zerstörerischen Kreuzzüge bilden das Fundament für eine leidenschaftliche Liebesgeschichte über Religionsgrenzen hinweg, wie sie heute in jeder bunt gemischten Gesellschaft einer europäischen Großstadt stattfinden könnte. Halten die emotionalen Bindungen möglichen Differenzen durch Herkunft und Religion stand? Historische Persönlichkeiten wie Papst Urban II., Bernhard von Clairveaux, Rabia von Basra oder Walther von der Vogelweide, Chöre von Kreuzfahrern und Kinderkreuzzüge treten dabei immer wieder aus dem Echoraum alter Zeiten hervor – mahnend, klagend, aufwiegelnd, abschreckend: Wie sehr resultieren höchst aktuelle Probleme aus den langen Gewaltketten der abend- und morgenländischen Geschichte! Doch durchdrungen von der Hoffnung, dass ein übergreifender Humanitätsgedanke alle Konfliktparteien verbinden könnte, mündet der tragische Opfertod der Liebenden in ein großes Opernfinale, das der Utopie einer friedlichen Zukunft im gegenseitigen Respekt gilt.

In seiner suggestiven und emotionalen Musiksprache, die westliche und östliche Traditionen gleichermaßen zu einem melodisch-rhythmisch Klangreichtum verwebt, tritt Ludger Vollmer den Beweis an, dass »Oper als Gesamtkunstwerk die Menschen nach wie vor am meisten packt, dass es keinen Ort gibt, der durch sie nicht berührt wird«.